Druckschrift 
Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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einer Wand blickte ein weibliches Bild wie lebendig auf ihn hinab: ſo magiſch wirkte auf ſelbes das auffallende Licht, das die Geſichtszüge gleichſam in Bewegung brachte, und denſelben einen eigenthuͤmlichen Ausdruck verlieh. Es war das Bild ſeiner Mutter.... Smolnew blickte dar⸗ auf mit boshafter Freude.

„Auf dich fallen die Thränen und das Blut der lan⸗ gen Reihe Opfer, die meiner Rache gefallen ſind„. Hier ſind auch die Bilder deiner Kinder. ſie ſind alle dahin alle, außer deiner geliebten Tochter, aber auch vieſe beweint jetzt, daß ſie nicht das Loos der ganzen Familie getroffen.... Du allein biſt ſchuldiger als alle!.. Siehſt du, wozu du mich gebracht haſt! Ich erfülle mein Verſprechen„. Der ganze Stamm iſt mit der Wurzel zerſtört.... Wijera allein lebt noch.. jetzt muß ich ihr das Letzte nehmen,— den Namen, den ſie trägt, den ſie bei der Geburt getra⸗ gen;z ihre Ehe muß aufgelöst werden; ſie muß als Ba⸗ ſtard erklärt werden.... Die Beweiſe liegen klar vor! dann iſt es leicht, ihr das letzte Gütchen zu neh⸗ men!.. 1 was thut ſie dann? ſie, die Stolze, die Un⸗ beugſame, in ihrer Erniedrigung.... Wijera allein blieh mir zum Quälen. Ich habe mich zu ſehr beeilt; vas Leben kocht noch in meinen Adern was bleibt noch zu thun übrig? Alle frühern Schulkameraden ver⸗ ſchwanden vom Schauplatze auf verſchiedene Weiſe. Newoki, der mich als Kind quälte und marterte, mich, den erwach⸗ ſenen Jüngling, da er in der Nachbarſchaft meiner Mut⸗ ter wohnte.. er iſt an den Bettelſtab gebracht; alle, die der Familie meiner Mutter nahe ſtanden, haben für ihre Freundſchaft thener bezahlt. Sie bezahlten theuer

die meiner Mutter gezollte Liebe, die ſich in Haß für den

armen Knaben verwandelle; Allen, die ihn in den Koth getreten und mit Schimpf belegt, iſt dieſes theuer zu ſte⸗ hen gekommen... Und meine Braut„ meine ſchöne Braut„ mein Gott, wozu habe ich ſie ge⸗