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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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bedenken. Das Leben war ihm jetzt für die zwei Weſen unumgänglich nöthig und für nichts in der Welt wollte er es aufs Spiel ſetzen. Er wich raſch vom eiſernen Fenſter⸗ geflechte zurück, ſeine Hand hielt ſchon die Abzugsröhre feſt, ſo daß er nicht hinabſtürzte. Zu ſeinem Glücke war das Geflechte ſo dicht, daß die Hand der Alten nicht durch konnte und bloß in nutzloſer Bosheit mit dem Meſſer ans Eiſen pochte. Miller gleitete ſchon an der Röhre hinab, ſich an die gelötheten Ränder anklammernd und die Hände an den Haken und Scharten bis auf die Knochen durch⸗ ſchneidend. Gänzlich erſchöpft ſchien er ſchon ſein Ziel erreicht zu haben, doch plötzlich blieben ſeine Füße hängen, ohne eine Stütze unter ſich zu fühlen. In der Stock⸗ finſterniß war es unmöglich, zu unterſcheiden, ob ihn noch ein großer Raum von der Eide trenne. Millers Lage war eine verzweifelte; ſeine Hände waren erſtarrt und drückten ſich krampfhaft an die Roͤhre, von der ſie ſich bald trennen ſollten. Er fühlte, daß er mit jeder Sekunde immer mehr entkräfte; er wollte aufſchreien und um Hilfe rufen; doch was würde man von ihm denken, wenn man ihn in einer ſolchen Lage, vom vierten Stocke herunterklimmend, an⸗ träfe! Man wird ihn feſtnehmen und ſo lange halten, bis ſich die Sache aufklärt, und ihm iſt jede Minute koſt⸗ bar! Vielleicht konnte Miller nicht ein Mal all dies be⸗ denken, denn ſeine Hände wurden immer ſchwächer und ſchwächer, ließen die Röhre los und der Unglückliche fiel wie Blei auf's Pflaſter.