gewiß in irgend eine Vorrathskammer und dient nur, um die Luft einzulaſſen.
Es geſchehe was da will! ſagte Miller, löſchte das Licht aus, ſchlug ein Kreuz und ſteckte einen Fuß aus dem Fenſter. Schon iſt er ganz draußen, klebt ſich an die Wand wie eine Fledermaus, gleitet mit dem Fuße an dem ſchmalen Rande des Geſimſes dahin, ſich krampfhaft an das ſcharfe Eiſen der Röhre haltend. Unter ihm ein Abgrund: erfürchtet ſich, in die Tiefe zu ſehen und rich⸗ tet ſeinen Blick auf die Wand, als wollte er auf ihr den Erfolg ſeines Unternehmens berechnen. Schon hatte er mit der Hand das Zugloch erreicht, deſſen eiſernes Gitter er freudig erfaßte, als ſei es die dauerhafteſte Stütze. Schon hing er mit dem Gewichte des ganzen Körpers an diefer Eiſenſtange; die rechte Hand ſuchte im Finſtern tappend die wohlthätige Röhre, an der er ſich herunter⸗ laſſen ſollte. Doch plötzlich fiel ſein auf die Wand ge⸗ feſſelter Blick auf das Zugloch... Miller ſchauderte am ganzen Körper, die Füße gleiteten aus. Er war aller Fähigkeit zu denken vder zu handeln beraubt. Der Kopf ſchwindelte.. er ergab ſich in ſein Schickſal... Doch noch hat ſeine letzte Minute nicht geſchlagen. Die rechte Hand hatte ſchon die Röhre erreicht und war an ihr er⸗ ſtarrt, die linke drückte krampfhaft das eiſerne Geflechte des Zugloches; vom Inſtinkte geleitet, hatte er es mit den Zähnen erfaßt und hielt ſich ſo in einer faſt hängenden Stellung. Bald fand der zitternde Fuß einen Stützpunkt wieder. Er blieb unbeweglich: er hatte nicht die Kraft, den in die Tiefe des Zugloches gerichteten Blick loszu⸗
reißen, aber er behielt ſoviel Geiſtesgegenwart, um nicht
über vas, was er ſah, laut außzuſchreien,— vielleicht war ihm auch die Stimme in der Bruſt erſtorben. Alles an ihm war geſpannt wie unter dem Einfluſſe eines eigen⸗ thümlichen Zaubers; ſo hatte ihn, was er ſah, wie ein Donmnerſchlag getroffen.
In einem ſchmalen, ſchn
utzigen Kämmerchen, in
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