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zwinge, die Papiere zurückzulaſſen oder daß Ochtin ihn nicht hier treffe. In der heſtigen Bewegung wollte er das Schloß aufdrücken, aber die Thüre gab trotz ſeiner Anſtrengungen nicht nach„. Er lehnte ſich an ſie mit aller Leibeskraft,— vergebens! die Thüre blieb verſchloſ⸗ ſen Und während Alles im Zimmer häßlich und faul war, hing die Eichenthüre unbeweglich auf den dicken Angeln; das Schloß war feſt wie an den Kiſten eines reichen Kaufmanns. Die Haare ſtanden Miller zu Berge. Es war klar, daß Ochtin dieſe Vorſicht entweder Millers wegen gebraucht hatte, oder wegen gewiſſer Nebenbeſuche, die Ochtins ſcheues Gewiſſen jeden Augenblick erwarten konnte. Was war zu thun? Mit Ochtins Ankunft würde er die ſo wichtigen Dokumente einbüßen, von denen Jenny's Schickſal abhing. Vielleicht verwickelt man ihn noch ſelbſt durch Zwang, indem man ihm eine Piſtole auf die Stirne ſetzt, in's Verbrechen, wenn er nicht freiwillig ſich dazu bereit findet! Wie ſich aus dieſer ſchrecklichen Lage ziehen?
Die Hinderniſſe reizten Miller noch mehr, wie das gewöhnlich mit Perſonen in ſeiner Lage der Fall iſt. Er klickte um ſich,— nirgends ein Ausgang. Er trat an's Fenſter: er befand ſich im vierten Stocke. Aber es war keine Zeit zum Nachdenken. Das Fenſter, an dem er ſtand, war das Aeußerſte im Hauſe, nur ein Zugloch befand ſich zwiſchen dem Fenſter und der Mauerecke, längs welcher ſich eine Abzugsröhre hinzog. An ihr könnte man ſich wohl hinablaſſen; aber wie zu ihr gelangen? Sie war ungefähr zwei Klafter entfernt. Miller bemerkte von außen, hart unter dem Fenſler ein ungefähr einen halben Fußtapfen hervorragendes Geſims, und da Ochtins Zim⸗ mer ſich faſt unter dem Dache befand, ſo konnte man, ſich an der länglichen Abzugsröhre haltend und an die Wand lehnend, den Winkel erreichen. Vom Hauſe aus wird es nimand bemerken; höchſtens im Zugloche, doch das geht


