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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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verheirathet war, verfolgte mich ein boſes Geſchick, doch ich ſchenkte demfelben keine Aufmerkſamkeit und fuhr fort, mein Glück aus dem unerſchöpflichen Quell der Schön⸗ heit meiner Frau auszubeuten. Die Schläge des Schick⸗ ſals entluden ſich übrigens größtentheils auf das Haupt meiner Frau. Ihre ganze Familie ſtarb dahin und größten⸗ theils eines gewaltſamen Todes. Der Tod ihrer Mutter erweckte ein dunkles, unbeſtimmtes Gerücht man ſprach von Convulſionen, heftigen Krämpfen, von der Bläue des Geſichtes nach dem Tode, man ſprach und vergaß es wieder. Der Bruder meiner Frau fiel im Duelle, indem er in eine ihm ganz fremde Geſchichte verwickelt worden war; ein zweiter Bruder war verſchol⸗ len; eine Schweſter wurde an einen boshaften alten Mann verheirathet, ſie bekam die Schwindſucht und ſtarb. Als der einzige Zweig einer großen Familie erbte meine Frau

ein ſehr bedeutendes Vermögen, aber für mein Glück

brauchte ich nur ſie, die Strahlende, Heitere, Glückliche Ich berauſchte mich an ihrer Schönheit und vergaß alles Uebrige. Wie ein Trunkenbold gab ich mich unbe⸗ dingt meiner Leidenſchaft hin. O, warum hat dieſer Rauſch nicht mein ganzes Leben lang gedauert!

„Ich hatte zwei Kinder, Dich und eine Tochter, Eugenie. Wo iſt ſie 2 ich weiß es nicht. Die Mutter nahm ſie zu ſich, Du bliebſt beim verrückten Vater. Mein Sohn! wenn Deine Stimme einſt Gewicht hat in der Welt, ſo fordere Deine Schweſter von ihr, ziehe ſie vor das Gericht der öffentlichen Meinung. Sei dieſem ſchwa⸗ chen Weſen Bruder und Beſchützer. O, wie ſehr liebte ich meine kleine Jenny; ſie glich mir auf ein Haar. Ich laſſe Dir mein Portrait; darnach erkennſt Du Deine Schweſter; ich laſſe Dir auch eine Abſchrift aus dem Taufbuche und alle Dokumente Eurer geſetzlichen Rechte auf den Namen O... und auf die von meinem Vetter und dem Manne Eurer Mutter geraubte Erbſchaft. Du biſt eine Waiſe, ſchutzlos, ein Bettler; Deine Stimme

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