Druckschrift 
Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

wicht bemerkte es nicht, daß er nicht da iſt... hätte er mich dann beleidigen laſſen, wenn er da geweſen wäre Sprich, Chriſtel, ſprich, wo iſt Jutſchka? was haſt Du mit Jutſchka gemacht? Du haſt ihn getödtet, weil ich ihn mehr als Dich liebe.“.

„Biſt Du bei Sinnen! Werde ich den Hund töbten, der Dein einziger Wächter iſt; ohne ihn hätten Dich dieſe Seelenverkäufer ſchon längſt zu Grunde gerichtet...“

„Sprich nichts Schlimmes von ihnen, ich dulde es nicht. es gibt Schläge. Wo iſt Jutſchka? wo iſt er? ſprich ſchnell!“

„Er iſt erkrankt, der Arme... zu Hauſe Ei⸗ ner Deiner Freunde hat ihm ein Bein gebrochen.„

„Ach, die Verdammten... die Teufel... ihr Glück, daß ich es nicht geſehen! Ich hätte mich nicht geſchont, und Jutſchka gerächt... führe mich zu ihm, führe mich ſchnell zu ihm.

Und Chriſtel führte den ſich mit Mühe auf den Fü⸗

ßen haltenden halbbetrunkenen und verſtümmelten Oßka mit ſich fort. Es war aber wieder das Einſchreiten des Häuptlings von Nöthen, damit ſie ſich durch die Menge drängen konnten.

„Wohin, Hund!“ rief er dem Tſcherkeſſen drohend zu, der ſich zu der Thüre hinſtahl, die Beute zu erhaſchen hoffend. Der Tſcherkeſſe gehorchte wie ein Hund der Drohung ſeines Herrn, der ihm einen leckern Biſſen los⸗ zulaſſen befiehlt, und kehrte in ſich hineinbrummend zurück.

„Es iſt auch für uns Zeit!“ ſagte Ochtin, ſich an Miller wendend.. Viel Arbeit... und ich muß noch heute irgendwo einſprechen.(Die fünfzig Rubel in ſeiner Taſche drückten ihn: er wollte ſie raſch ins Spielhaus tragen.) In einer Stunde komme ich zu Euch, um uns über das Mädchen im grauen Häuschen zu berathen. Ihr erinnert Euch wohl ihrer dem Fürſten will ſie nicht aus dem Kopf;z nach dem unglücklichen Zuſammentreffen