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Miller, der nichts von dem Verhandelten verſtand, ließ ſeine Anſicht vernehmen:
„Was iſt hier ſo ſchlimmes daran, daß ein Frauen⸗ zimmer dieſe herrliche Anſtalt oder„Speiſeerzeugniß“, wie es auf dem Aushängſchilde heißt, zu beſuchen wür⸗ digte: ein Frauenzimmer— die Zierde der Geſellſchaft.“
Dieſe unbedeutenden Worte brachten Ochtin auf be⸗ ruhigende Gedanken: es wurde ihm leichter um's Herz.
„In der That,“ ſagte er:„wenn dieſes Frauen⸗ zimmer irgend einen wichtigen, ſie beſtimmenden Grund hatte, hieher zu kommen, kann man ſie einlaſſen. Waos iſt denn Schlimmes an unſerer Verſammlung?. Wir haben, Gott ſei Dank, nichts Ungeſetzliches bor, wir ſitzen da und zechen, das iſt Alles.“
„Zum Teufel! rief der Häuptling wieder dem Haufen zu, der Chriſtel umringte.„Nun, meine Schöne, welchen Teufel ſuchſt Du hier?“
„Meinen Mann. er muß hier ſein...“
n warum glaubſt Du, daß Dein Mann hier
„Der Herzinnige läßt ſich gar nicht mehr ſehen.. ich ſuche ihn ſchon ſeit lange ich möchte nur wiſſen, ob er noch lebt... Ich folgte überall ſeiner Spur.. Jutſchka hat mich hoffentlich gut geführt... Erbarmt Euch! ſagt iſt er hier?„
Bei der Nennung Jutſchkas errieth der Häuptling, wen ſie brauche.
„Schau hin, iſt er nicht da?..
„Mein Herz, mein Theurer,“ rief Chriſtel verzweifelt aus, ſich auf den in Schmutz wälzenden Körper werfend
Sie hielt die Thränen in den Augen, das Schluch⸗ zen im Herzen zurück und gab ſich der Sorge und Pflege um ihren herzinnigen Freund hin; ſie wuſch die Wunden, ſpritzte ihm Waſſer ins Geſicht, rieb die Schläfe und brachte ihn endlich zum Bewußtſein zurück.
„Wo kommſt Du her?“ ſagte Oßka zu ſich kom⸗


