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tauſend Rubel, nicht einen Groſchen weniger„ Was glaubſt Du, Miller, wenn ich hundert tauſend Rubel hätte, ich würde da manche Bank ſprengen!“
„Ich glaube, Du ſagteſt, wenn Du reich würdeſt, hörteſt Du zu ſpielen auf.“
„Ich wurde nur ein wenig ſpielen nur um zu ſehen, ob das verdammte Glück mir immer untreu iſt. Gehts nicht, ſo werfe ich gleich die Karten weg. Ich verſpiele jetzt darum alles, weil ich nicht viel einzuſetzen⸗ habe; hevor man ſichs verſieht, iſt der letzte Rubel da⸗
hin. Es brancht nicht viele Zeit, hundert Rubel zu ver⸗ lieren; aber hundert tauſend! Das iſt was anders!. nicht wahr?“
„Wahrlich, ich weiß es nicht, das mußt Du beſſer wiſſen.“
„Natürlich!
Man trug das Nachtmahl auf. Miller aß wie ein Menſch, der lange keinen Biſſen in den Mund genommen. Er lebte wieder auf.
„Es gehen auf dieſem Vorgebirge wichtige Dinge vor, ſcheint es.“
Er blickte um ſich mit der Selbſtzufriedenheit eines Satten, und dieſer Zuſtand war ihm ſchon ſeit gar lange fremd geblieben. Jetzt erſt ſah er alles, was um ihn vor⸗
ging, obgleich der betäubende Lärm die Aufmerkſamkeit Millers ſchon längſt erwecken konnte; doch ſie war bis zu dieſem Augenblicke auf den Punſch und das Nachtmahl conrentrirt.
Unweit Miller ſaß Klimitſch mutterſeelen allein an einem Tiſchchen und blickte mit Abſcheu auf ſeine Umge⸗ bung, wie jemand, der ſich wider ſeinen Willen hier be⸗ fand. Kaum hatte ſich Ochtin zu ihm gewendet, als er eilig aufſtand und ſich tief verbeugte.
„Ah, mein Wertheſter was iſts.“
„Es iſt Ihnen bekannt; ich erwarte die Päſſe.“ „Wir wollen gleich davon ſprechen.“


