„Da plage ich mich nun, wie Du ſiehſt!“
„Sie werden ſich nicht lange mehr plagen.“
„Wie ſo?“
„Ich habe Ihnen in dieſer Art einen wahren Schatz aufgetrieben. Sehen Sie ſelbſt.“
Und der Chef des Amtstiſches zeigte mit triumphi⸗ render Miene das beſprochene Paket vor. Der Bureau⸗ chef entdeckte ſogleich die merkwürdige Seite desſelben.
„Wirklich wunderbar, unvergleichlich!“
„Das iſt noch nicht Alles! Derjenige, der dieſes Paket geſiegelt hat, iſt ſo dumm, wie eine Gans; mit Mühe liest er ein offenes, mit großen Lettern geſchriebenes Blatt, und wenn er es auch liest, ſo findet er den Sinn nicht, und wenn auch der Direktor ſelbſt der Verfaſſer wäre; von einem zuſammengefalteten Briefe ſchon gar nicht zu ſprechen.“
„Das iſt ja für uns ein wahrer Schatz, für uns Unwiſſende, die wir, zu unſerer Schande ſei es geſagt, weder einen Brief ſiegeln, noch eine Feder ſchneiden können.“
„Ich glaube, wir können ihn auch beim Direktor anbringen; möge er erfahren, daß unſer Departement Talente aller Art beſitzt.“
„Ein herrlicher Gedanke: Seine Excellenz haben eine ungeheuere Correſpondenz. Da haben Sie auch einen Mann ähnlicher Art! Er iſt faſt mit der ganzen Welt in Briefwechſel, mit fremden Geſandten. Und kann eben ſo wenig wie ich ein Paket verſiegeln. Wir müſſen es zu unſerer Schande geſtehen, wir ſcheinen Alle in dieſe Kategorie zu gehören.“
„Jedem das Seinige! Man kann ja nicht alle Ta⸗ lente beſitzen.“
„Auch das iſt wahr!“
uf dieſe Weiſe wurde Jaſchelbizin dem Bureauchef, und ſpäter ſogar dem Direktor bekannt; aus derſelben urſache fand er auch Eingang bei Umanski. Er blieb freilich immer auf demſelben kleinen Poſten und bekam


