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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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kann ſich nichts Schlimmeres mehr ereignen, und doch wage ich es jetzt nicht mehr es zu denken. Wer weiß, was in der Zeiten Hintergrunde ſchlummert. Jetzt ruht meine einzige Hoffnung auf Wania: der verläßt mich nicht, wird mich nicht der Armuth zum Opfer werden laſſen, ſeine Angelegenheiten haben jetzt eine herrliche Wendung genommen. Er hat ein glänzendes Eramen überſtanden, wurde bemerkt, ausgezeichnet; er bekommt nun Gehalt; das Glück wurde ihm mit einem Male gün⸗ ſtig. er hat ſchon ſogar eine gute ärztliche Praris. Und wenn ihm gut iſt, werde ich ſelbſt Unterſtützung fin⸗ den, wenigſtens für die erſte Zeit, bis meine Umſtände ſich verbeſſern. Sein Brod iſt ja kein fremdes; ich habe ja das letzte Stuͤck mit ihm getheilt. Ich werde wenig⸗ ſtens ein glückliches Geſicht ſehen, vielleicht brauche ich nicht zu dieſer verdammten Zuſammenkunft zu gehen. Und wenn ſich mit Newſgodin etwas ereignete? was dann? Nun, ihm geſchieht nichts. Und wenn er ſtirbt!... Warum ſollte er denn ſterben? er iſt ja friſch und ge⸗ ſund. Mit Gottes Hilfe ſtirbt er nicht und befreit mich von der Zuſammenkunft am Hafenplatze Ich habe Wanja lange nicht geſehen, wenn er auch nicht bei Geld iſt ſo fehlis ihm nicht an Kredit; er kann ja auch auf Rech⸗ nung ſeines Gehaltes nehmen

Niller ſtieg bis zu ſeinem Dachſtübchen hinauf, tappte mit der Hand an der Spalte über der Thüre herum, wo er gewöhnlich den Schlüſſel hinlegte, wenn er fortging. Doch nein, er muß jetzt unter der Thüre liegen, da iſt er ſicherer, als ob etwas zu fürchten wäre! Meinetwegen könnte man ihn geradezu im Schloſſe laſſen; es führt Niemanden in Verſuchung. Richtig, der Schlüſſel iſt hier, es iſt ein gutes Zeichen. Wanja erinnerte ſich, daß er mich lange nicht geſehen hat, und wenn auch noch ſo ſehr beſchäftigt, ſprach er doch bei mir ein.

Miller bemerkte ſogleich, wie er ins Zimmer trat, ein Zettelchen, das auf Jenni's unbeendigtem Bilde lag.