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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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ſuchten wir bei den Nachbarn ſo verging der Sg.

Schade! Doch es iſi nichts zu thun!.. Können Sie zu Ihren Ausſagen nicht noch etwas hinzufügen?

Was ſoll ich hinzufügen, vielleicht Jennys Portrait warten Sie, ich laufe nach Hauſe. ich habe mehrere.

Auch das wird nöthig ſein; doch Sie bringen es hernach... Jetzt erlauben Sie Ihre Ausſagen mit denen dieſer Herren zu vergleichen; vielleicht erhellen die gegen⸗ ſeitigen Erklärungen das Vorgefallene, oder bringen das Vergeſſene in Erinnerung.

Der Präſident blickte auf die Seite, wo Newski und Piroſchkow geſtanden; doch der letzte war nicht mehr da, er blickte um ſich und ſah Naſar Naſarowitſch in einem Winkel am Tiſche des Sekretärs ſitzen und ſchreiben, in ſeiner Arbeit ganz vertieft; für ihn waren weder der Präſident, noch alle Anweſenden, noch die ganze wirkliche Welt vorhanden; unſer Gelehrter befand ſich in einer an⸗ dern, in ſeiner Welt. Der Diener der Gerechtigkeit war über eine ſolche Freiheit in ſeiner Gegenwart ſehr über⸗ raſcht; er ſtand auf mit dem Wunſche nachzuſehen, was wohl dieſer Mann ſchreiben möge? Wahrſcheinlich notirte er ſich die Fragen und Antworten des Verhörs eine ſtreng verbotene Sache: alſo mit dieſer Abſicht.Er ſtellte Kombinationen auf, doch ſie flogen alle anseinander, als der Präſident ganze Zifferſäulen erblickte, die Piroſch⸗ kow auf amtlich geſtempeltem Papier vollgeſchrieben; der Präſident blickte Naſar Naſarowitſch an, und lächelte unwillkürlich.

Indeſſen hatte ſich Newski dem Tiſche genähert, an dem die mitwirkenden Perſonen dieſes Auftrittes ſtanden. Frau Elkin bemerkte ihn eben jetzt. Einige Zeit blickte ſie ihn an, ihre großen Augen weit aufſperrend, ungewiß und erſchrocken, auf ihn mit den Finger zeigend und ſich

feſt auf Millers Arm ſtützend, da ihr die Kraft weder zu