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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Nun, ſo ſprechen Sie, Feodor Jwanowitſch, Sie ſind ſo gelehrt, aber alles wie ſichs gehört

Seien Sie ruhig Die Leute ſind wahrſchein⸗ lich durchs Fenſter eingeſtiegen, weil ich am andern Tage das Fenſter offen und die Thüre verſchloſſen fand, wie ſie Abends Anaſtaſie Jwanowna ſelbſt verſchloſſen hatte.

Um wie viel Uhr mags geweſen ſein?

Um eilf Uhr.

Dieſe Dame ſagte, es ſei um zwoͤlf Uhr geweſen.

Nun, ich habe keine Uhr. ob ich gleich früher eine hatte: alles hat er weggenommen, der verruchte... Sie hielt den Namen zurück: Vielleicht um eilf Uhr, vielleicht um zwölf, vielleicht gar um ein Uhr; ich weiß nur, daß ich im erſten Schlafe war und um dieſe Zeit ſchlafe ich ſehr feſt... S

Man kann vorausſetzen, daß ziemlich viel Leute da waren. Als Jennys Schreien Anaſtaſie Jwanowna auf⸗ geweckt hatte, konnte es ihr nicht gelingen, ſich auf die Räuber zu werfen, und ich bürge dafür, ſie hätte ſich nicht geſchont, um Jenny zu retten.

Natürlich..

Es konnte ihr nicht gelingen, weil ſie ihr gleich einen Sack über den Kopf warfen und feſt banden.. Anaſtaſie Jwanowna konnte weder ſehen noch ſchreien... ſie banden ſie an das Bett.. In einer ſolchen Lage fand ich ſie, als Jenny am andern Tage nicht zu mir

kamO, meine herzinnige, meine theuere Jenny!

Fnh fehlt bloß das Leintuch, auf dem Jenny ief.

Sagen Sie nun gefälligſt, warum ſetzten Sie mich nicht geſtern von dieſem Vorfalle in Kenntniß 2

Zuerſt mußte ich Anaſtaſie IJwanowna ins Leben zurückrufen: die Arme erſtickte ja beinahe im Sacke. das läßt ſich leicht denken, welche unbequeme Lage.. Dann weinten und ſchluchzten wir lange vann 7