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zu machen, und wenn möglich den armen Knaben zu er⸗ retten, entſchloß er ſich ſogar, in dieſer Sache ſelbſt thä⸗ tig einzugreifen.
Alles empfahl ſich. In einer Stunde war es in Umanskis Hauſe ganz dunkel: nur in Mariens Schlaf⸗ zimmer verbreitete ein ſtark heruntergebranntes Licht einen trüben Schein. Marie ſaß noch angekleidet, unbeweglich in einem Lehnſtuhle, die Finger auf den Lippen, die Augen ohne Richtung, gedankenlos vor ſich hinſtarrend. An der Thüre ſtand ihr Kammermädchen, die Vertraute gewiſſer, nicht ganz geheimer, aber auch nicht ganz bekannter Ge⸗ danken— und ſchlummerte. Plötzlich ſprühte das Licht einige Funken und brannte darauf heller; das Kammer⸗ mädchen zuckte zuſammen und erwachte.
„Heilige Mutter Gottes! Was iſt Ihnen!... Marie Michailowna, Marie Michailowna, der Hahn hat bereits gekräht und Sie ſind noch angekleidet. Marie Michailowna!“
„Was gibts?“
„Es iſt weit über Mitternacht; laſſen Sie ſich doch wenigſtens das Kleid ausziehen.“
„Wozu? Was? Ach, Du biſts, Fenja!“)
„Ach, es iſt ja eine wahre Sünde. laſſen Sie das Korſett aufſchnüren.“
„Wie, ich habe geſchlafen 2“
„Warum nicht gar! Als ob gute Menſchen mit offenen Augen ſchlafen.“
„Ach, welcher Traum!“
„Was für ein Traum?“ fragte das neugierige Mädchen.
Marie ſeufzte tief auf, erhob ihr ſchönes Köpſchen, ſchüttelte die halbaufgelösten und über Geſicht und Schul⸗
*) Diminutiv von Feodoſia. Anmerk. des Ueberſetzers.


