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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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großen Frackknöpfe, ihr bis ans Ohr reichendes Halstuch. Wir ſtellen uns manche Perſon nicht anders als mit dem zu einem Bogen gekrümmten Rücken und einem ſüßlichen Lächeln auf den Lippen vor, eine Andere wieder, wie ſie langſam, mit einem wahren Seelengenuſſe, in plaſtiſcher Ruhe Tabak ſchnupft und ſo weiter. Doch es gibt Ge⸗ ſichter, die, nur ein Mal geſehen, ſich für immer ins Ge⸗ dächtniß einprägen. Warum? Man kann ſich keine Rechnung darüber geben. Zu dieſen Phyſiognomien ge⸗ hörte auch die Newski's. O, mit welcher Luſt, mit wel⸗ chem Selbſtvergeſſen blickte Olga auf ihn! Sie ſiand da mit halbgeoffnetem Mündchen, mit unbeweglichen Au⸗ gen, mit dem Ausdrucke tiefen Genuſſes auf dem Geſichte. Um dieſe Zeit ſaugten ſich ein Paar ſchwarze, durchboh⸗ rende Augen faſt in Newski ein. Ihre magnetiſche Kraft wirkte; er wendete ſich unwillkührlich um; die ſchwarzen Augen begegneten ſeinem Blicke und blieben doch an ihm hängen, ſei es, daß ihnen die Kraft, ſich los⸗ zureißen, fehlte, oder daß ſie die Kraft beſaßen, an ihm feſtzuhalten; genug, ſie waren immer auf Newski ge⸗ richtet, der ſorglos die frühere Stellung annahm. Dieſe Augen gehörten der Frau Bronizin.

Marie hatte zu ſingen aufgehoͤrt. Die entzückte Olga warf ſich in ihre Arme und küßte ſie.

Theuere, theuere Marie, wie reizend biſt Du! ſie aus, und fügte dann, ſich ſammelnd, Mhüchtern inzu:

Entſchuldigen Sie ich bin ſo unhöflich. ich wagte es Sie zu umarmenja ich dutzte

O, mein Engel, benehme Dich mit mir immer wie jetzt, und Du wirſt ſchöner noch als ſonſt ſein, und ich werde Dich wo möglich noch mehr lieben.

Doch die Zeit verſtrich und Naſar Naſarowitſch hatte immer noch nicht ſo viel Muth geſammelt, um mit den Freunden über das Schickſal des Zerlumpten zu be⸗ rathen und die Maaßregeln zu beſprechen, die zur Ent⸗