Viertes Kapitel.
Ein Familienabend.
Die Ankunft eines neuen Gaſtes brachte im Salon eine allgemeine Aufregung hervor, die auch in unſerm engen Kreiſe trotz der entziehenden Unterhaltung wieder⸗ allte. „Modeſt,“ ſagte Marie,„hoͤrſt Du, es iſt die Stimme
des Grafen: geh' in den Salon, ich werde den Thee ſer⸗ viren laſſen.“
Newski eilte, ihrem Wunſche Folge zu leiſten. Olga, aus Furcht ohne ihre Freundin zu bleiben, oder vielleicht von ihrem Herzen hingezogen, begab ſich gleichfalls in den Salon unter den Schutz der Mutter. Finski bemerkte, daß er mit Lenin allein geblieben ſei, wendete ihm raſch den Rücken und verließ das Zimmer.
„Sehr ſchlechtes Wetter!“ ſagte Jaſchelbizin, der ſich plötzlich an Lenins Seite befand.
Dieſes Mal ließ ſich Lenin mit ihm in ein Ge⸗ ſpräch ein. 3
„Sagen Sie, beſucht der Graf öfters Umanski?“
„Ein Mal, zwei Mal im Monate. Es ſcheint, der Herbſt beginnt.“
„Und Newski hat mit ihm keine neuen Anknü⸗ pfungen?“
Petersburg am Tage ꝛc. 1. 16


