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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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21⁰

Sei um uns unbekümmert, denke an Dich ſelbſt, Wanja.

Lebet wohl!

Und von dem Segen der Frauen begleitet, machte er ſich auf den Weg.

Zum erſten Male war dem Zerlumpten bange ums Herz. Es zitterte ſo ſonderbar und ſo andauernd, wie es noch nie in dieſer Bruſt gezittert, die vom Schickſale ſelbſt der Willkühr des Sturms, des Unwetters und des irdiſchen Elends Preis gegeben war, und die ſich an ihr brachen, ohne das Herz zu berühren. Ein Paar Male waren Gefühle in dieſem Herzen aufgetaucht, aber ſogleich wieder ſpurlos verſchwunden; jetzt aber drückte der Zer⸗ lumpte die Bruſt zuſammen, aus Furcht, daß das Herz nicht zerſpringe; vergebens wollte er deſſen Wüthen mit Geſang übertäuben, das Lied ſtocktees ſtockte, weil eben dieſes melancholiſche ruſſiſche Lied jetzt zum erſten Male einen Nachhall in ſeinem Gemüthe gefunden, wäh⸗ rend er früher die Lieder hergebrüllt hatte, ohne daß ſein Gemüth irgend einen Antheil daran nahm. Der liebe Himmel mags wiſſen, was mit dem armen Knaben vor⸗ ging. Er dachte anfangs, die Kälte habe dieſes Zittern hervorgebracht, doch ſein Kopf brannte; auch war er ja, Dank der liebenden Sorge der Benskis, wärmer als ge⸗ wöhnlich angezogen; es war nicht Furcht: der Zerlumpte ließ in ſeiner Einbildungskraft die ſchrecklichſten Dinge aneinander reihen, aber ſie erſchreckten ihn nicht, und wenn er zurückſchauete, ſo geſchah es nur, um das graue Häuschen noch ein Mal zu ſehen: dort tauchten dann und wann Schatten auf und blieben lange am Fenſter, als horchte man auf das Wetter.Gut, dachte der Zerlumpte:der Alte iſt nicht in den Büchern ver⸗ graben. er hält Wache... Und beim Gedanken an dieſe Frauen, dachte der Zerlumpte an eine Mutter, eine Schweſter..wenn ich eine Mutter, eine Schwe⸗