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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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thig, ſanft? fragte Piroſchkow,haſt Du nichts be⸗ merkt?

Was läßt ſich im Finſtern bemerken. ich fand nichts Beſonderes

Es trat eine Pauſe ein, Alle waren in Nachdenken verſunken.

Ich will gehen, ich will gehen! rief der Zerlumpte entſchloſſen aus:wenn ich wirklich eine Mutter habe, ſo will ich Alles für ſie thun. und wenn ich auch mei⸗ nen Kopf hinlege.. Vielleicht iſt meine arme Mut⸗ ter im Armenhauſe nicht umſonſt hat er mich ein Kalb geheißen. Ich bin wirklich ein wahres Vieh! Ich denke an nichts, ich habe es gut, und die Arme ſtirbt vielleicht vor Hunger. Ich freſſe wie ein Wolf und die Mutter wälzt ſich irgendwo im Schmutze Ich gehe, und wenn ſie mir auch den Garaus machen Wenn Senja wüßte, daß ich noch eine Mutter habe! Ich lebte fünfzehn Jahre und wußte nicht, daß ein ſolches Unthier, ein ſolcher armer Schelm, wie ich, eine Mutter haben kann, wie ein ordentlicher Menſch.

Kränke Dich nicht, Wanja, beſchuldige Dich nicht umſonſt, ſagte Olga, die nicht ohne Schmerz auf die zwei Thränentropfen blicken konnte, die das unendliche Weh den großen, ſchwarzen Augen des Zerlumpten erpreßt hatte. Wir haben ja noch ein Mittel, etwas von Deiner Her⸗ kunft zu erfahren, und wenn ich mich nicht irre, ein ziem⸗ lich ſicheres Mittel.

Mein gutes Fräulein, um des Heilands willen, er⸗ barmen Sie ſich meiner und ſagen Sie mir, ob ich eine Familie oder Verwandte, ob ich eine Mutter habe; Sie wiſſen es ja, welcher Schatz eine Mutter iſt. Sie ſehen es ſelbſt, wer da will, ſpottet meiner, hat mich zum Beſten und das alles, weil ich weder Vater noch Mutter, weder Bruder noch Schweſter habe.

Der Zerlumpte warf ſich dem Mädchen zu Füßen.

Petersburg am Tage z. 1.