finſter und wolkicht, und ich fiel faſt auf einen Menſchen, der da ſtand wie ein Klotz; ich gehe vorbei;— nein, halt! ſagt er: eben Dich erwarte ich.— Und wozu?— Du ſollſt's gleich hören, ſagt er: ſchaue Dich an, was biſt Du für ein Menſch? Ein wahrer Zerlumpter, auf den die Hunde anſchlagen!— Ich will ihm meine Fäuſte zu koſten geben, aber er drückt mir die Hände wie mit Zangen zuſammen.— Schweige und höre, ſagt er. Du hatteſt einen Vater,— er ging zu Grunde, er verreckte wie ein Hund auf dem Stroh, auch Dir wird's nicht beſſer ergehen„ Du haſt eine Mutter und Du willſt ſie nicht kennen; Ihr werdet beide ſterben, ohne Euch in die⸗ ſem Leben geſehen zu haben, und wenn Ihr Euch ſehen ſolltet, ſo geſchieht's, ohne daß Einer vom Andern etwas weiß: ſie ſpuckt Dich an: Du biſt ja ein ſchmutziger, häß⸗ licher Lumpenſammler! Und Du wirſt ſie aus Aerger anbellen. Eine ſchöne Begegnung, eine ſchöne Mutter!— Nun, was bleibt mir denn da zu thun, welche Schuld trage ich hier? fragte ich.— Du trägſt die Schuld, daß Du wie ein Kalb aufwächſt, ohne an etwas zu denken. Der Tod des Vaters war der Art, vaß er Deine Gedan⸗ ken wohl aufregen konnte. Ich weiß noch ſelbſt nicht, was Du zu thun haſt. Komme morgen um dieſe Zeit hieher vielleicht habe ich etwas ausgedacht.— Gut, ſagte ich. So trennten wir uns. Das iſt eine harte Nuß.“
„Was gedenkſt Du nun zu thun, Wanja?“ fragte Olga, ihren etwas ſchwer gewordenen Kopf erhebend und ſich raſch vom lichten Gegenſtande ihrer Phantaſiegebilde zum trautigen Geſchicke des Zerlumpten wendend, denn ihr gutes Herz kannte keinen Egoismus, nahm an den Leiden eines Andern wie an ihren eigenen Theil.
„Gehe nicht zu dieſer Zuſammenkunft,“ ſagte die Alte:„wer weiß, ob's nicht noch ſchlimmer wird.“ „Glbt's denn noch Schlimmeres für mich?“ „Wie ſprach dieſer Mann mit Dir„.. gutmü⸗


