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fanden ſich indeſſen einige Zahlenmenſchen, die da wohl ſahen, daß Agaz Agazowitſch ſich in einem Alter und in einer Lage befinde, aus denen ſich Nutzen ziehen laſſe und nahmen ihn zu ſich auf dieſem Scheidewege des Lebens.
Smolnew blieb noch immer ein Hoffnungsſtrahl im Her⸗ zen. So lange der Prozeß ſich auf ſeine Seite neigte, zeichnete den jungen Mann ein ziemlich hübſches Mädchen aus, mit einem verſtändigen Zuge im Geſichte, mit ſanften Re⸗ den auf den noch nicht ganz verwelkten Zügen. Smolnew ſchienen dieſe Reden aufrichtig, dieſe Blicke keine künſt⸗ lichen, und der Arme vergaß ſich: Schmeicheleien waren ihm ſo neu!.. er wurde von ihnen angezogen, und liebte das Mädchen mit aller Kraft ſeines eiſernen Wil⸗ lens; er, den man heut zu Tage in Geſellſchaft einen Quaſimodo geheißen hätte, dachte, man könnte auch ihn lieben, wenn auch nur für ſeine heiße Liebe, die zu allen nur möglichen Opfern bereit war. Doch wie grauſam, wie furchtbar täuſchte er ſich! Als er den Prozeß gegen ſeine Mutter verlor und ſich als obdachloſe und verfolgte Waiſe an die wendete, welche er ſeinen Schutzengel nannte, lachte ſie über ſeine leidenſchaftliche Rede laut auf; ſie gab ihr früheres, Hoffnung und Troſt athmendes Beneh⸗ men als Scherz aus; ſie ſpottete ſeiner Liebe vor aller Welt. Was bleibt da dem Menſchen noch heilig, wenn er mit den edelſten Gefühlen ſeinen Spott treibt, wenn er das Erbe des Himmels in den Koth wirft und ſtolz auf ſeine materiellen Leidenſchaften, nur für ſie athmet, nur in ihnen lebt!
Smolnew war moraliſch todt. Einige Zeit konnte er ſich nicht ſammeln; er irrte durch die Straßen wie
ein Betrunkener oder ein Verrückter; blieb dann und wann
ſiehen und blickte auf die Fußgänger, auf die Vorbei⸗ fahrenden.
Und nicht einer unter dieſer Maſſe fühlt Mitleid für mich? wo ſoll ich nun jetzt hin?“ dachte er. Er rief den Tod herbei.


