dingt der Beluſtignung ſeiner Altersgenoſſen Preis gegeben war.
Ihr fraget gewiß: fand ſich denn unter allen Kameraden kein einziger, der ihn vertheidigte? fand er keinen Freund, der ſeine ununterbrochene Schmach mit ihm getheilt hätte? Die Kindheit vertraut ſo leicht! Ja, wenn man dieſes Vertrauen auf irgend eine Weiſe zu er⸗ wecken verſteht. Doch Agaz Agazowitſch blieb ſelbſt bei den größten Kränkungen kalt und ruhig, obgleich der Himmel wiſſen mag, was in ſeiner Seele vorging. Auch muß man geſtehen, daß der Zerſtörungstrieb bei den Kin⸗ dern ſtärker als bei Erwachſenen iſt, vielleicht weil jene unbewußt der Neigung folgen, während dieſe nach Be⸗ rechnung handeln, den Schlag für wichtige Gelegenheiten aufſparen und ihre feindlichen Abſichten eine Zeit lang verheimlichen können. Swolnew litt allein, litt unerträg⸗ lich, weil das Gefühl der Selbſterkenntniß in ihm heftig
erwacht war, und ſich gegen die allgemeine Verfolgung
auflehnte. Gleich einem von allen Seiten gedrängten, und von Hunden gejagten, wilden Thiere, floh er lange, bis er endlich innehielt, feſten Fuß faßte, eine defenſive Stellung annahm und die Anfallenden ſogar bebrohete. Dieſer unvorhergeſehene Widerſtand erregte bei dem kleinen Schulvolke eine ungemeine Verwunderung: Klagen ſtürm⸗ ten von allen Seiten. Smolnew wurde beſtraft, man ſetzte ihm die Narrenkappe auf, er wurde geſchlagen, ge⸗ züchtigt, er duldete alles, ſchwieg, weinte nicht, verhär⸗ tete ſich immer mehr und mehr. Endlich wurde er aus der Schule gejagt. Die Mutter nahm ihn nicht auf, zufrieden, daß die Welt ihren Haß für den eigenen Sohn laut billigte. Sie ſehen nun, daß ſchon die Welt im Vereine mit der Mutter das arme Kind verfolgten, der ſich auf dieſe Weiſe plötzlich ohne Verwandte, ohne Ob⸗ dach ſah, den Stürmen und dem Unwillen der Menſchen, der gewaltiger und unabwendbarer als der Anfall der Elemente als Opfer Preis gegeben„ GEs
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