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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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enträthſeln, denn der Alte blinzelte fortwährend mit ihnen, oder bedeckte ſie mit den Händen, als fürchte er das Licht, das nach ſeinen Worten kranken Augen ſehr ſchädlich ſei. Nur Wenige, die mit ihm genau bekannt waren, konnten die Farbe ſeiner Augen angeben.

„Wo blieben wir alſo ſtehen!“ ſagte der Alte, ſich in Abſätzen an die Frau wendend.„Jal. Sie ha⸗ ben drei Kinder!..

„Drei Kinder, Väterchen, Agaz Agazewitſch! und eines kleiner als dus Andere.“

„Und ſie haben nichts zu eſſen, ſagt Ihr?“

„Seit zwei Tagen nichts zu eſſen. Eines ſtille ich noch ſchaut ſelbſt, die Bruſt iſt vertrocknet vor Hun⸗ ger und Fieber.“

„Schade, wahrlich ſchade.... Und der Hauswirth jagt Euch aus der Wohnung?“

„Ja wohl, er jagt uns aus dem Hauſe.“

„Sehr unangenehm, meine Wohnung iſt freilich nicht ſehr bequem, aber es wäre mir doch unlieb, mich unter freiem Himmel einzuquartieren.“

Die Arme glaubte ſchon, daß der Alte von ihrer Lage gerührt, ſich ihrer erbarmen, und vor einer Neben⸗ perſon ſich grauſam zu zeigen fürchte; ſie entſchloß ſich, ihren Sieg über das Herz des Großpapas zu vollenden und warf ſich ihm zu Füßen.

„Sie waren ſo viele Male mein Retter, ſeien Sie es auch dieſes Mal, laſſen Sie uns nicht Hungers ſter⸗ ben; ſobald die Kinder größer werden, lehre ich ſie für Sie, wie für den eigenen Vater beten.“

„Urtheilen Sie ſelbſt, ſagte der Alte, ſich an Ochtin wendend: ſie bittet um Geld, Sie wiſſen es, was habe ich für Geld!“

„Freilich, freilich, was haben Sie für Geld!“ ant⸗ wortete Ochtin mit einem mitleidigen Lächeln, wahrſchein⸗ lich der Armuth des Alten gezollt.

„Und doch habe ich ihr mehr als ein Mal geholfen.“