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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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die ihn zum Großpapa erhoben, verſteht ſich, wenn ſie mit ihm in gleichen Verhältniſſen ſtanden, oder auf irgend eine Weiſe ſeinen Einfluß auf ſie anerkannten. Er oͤffnete die Thüre in ein Stübchen, aus dem Feuchtigkeit und Fäulniß entgegenrochen. Ochtin trat ein, aber ein Frauen⸗ zimmer erblickend, blieb er ſtehen, und ſetzte ſich dann in ein Winkelchen auf einen großen Kaſten, der mit zwei Stühlen und einem am Fenſter ſtehenden Tiſche, das ganze Haus⸗ geräthe ausmachte. Ein Schrank war in eine Wandniſche faſt verborgen, ſo vaß er nicht in Rechnung zu bringen war. Die Frau verwirrte ſich heim Eintritte des Unbe⸗ kannten, ſuchte die Thränen zu verſchlucken und die Augen zu trocknen, doch es war vergebene Mühe: die Thränen wollten nicht gehorchen und ſtrömten aufs Neue, vom Schluchzen ausgepreßt, und der Buſen der Dulderin hob ſich krampfhaft.

„Thut nichts, Mütterchen, ohne Ceremonie, weinen Sie nur zu; das erleichtert Sie, und mein Enkelchen nimmts nicht übel: es iſt ein guter Menſch, und weiß, daß jeder ſeine Portion— Gram hat; habe ich auch keinen Gram, ſo iſt dafür die Armuth eingezogen.“

Und er blickte um ſich, als wollte er ſich und An⸗ dere von ſeiner Armuth überzeugen. Wirklich konnte man ſich nichts Aermlicheres, Unreinlicheres, Widerlicheres als dieſes Stübchen denken, und wenn man nach der Woh⸗ nung den Bewohner beurtheilen ſollte, ſo mußte man ihn freilich bedauern, wenn man noch dazu einen Blick auf den Tiſch warf, wo ein Stück hartes Schwarzbrod, Salz und ein Glas Waſſer ſtanden, wie es ſchien, für den Mittag des Alten vorbereitet. Doch das Geſicht hatte einen ſo ſon⸗

derbaren Ausdruck; zwei von den Mundwinkeln ſich herab⸗

ziehende Falten ſchienen ſo geheime Gedanken zu bergen, daß man die Worte des Großpapa für einen Scherz neh⸗ men konnte. Freilich, womit war hier zu ſcherzen! Doch die Phyſiognomie des Alten war wegen des Ausdruckes der Augen, die den Menſchen ſo oft verrathen, nicht zu