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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Wer konnte dieſes unauslöſchliche Feuer in der Bruſt des armen Asceten fortwährend anfachen, wer dieſes Streben, die Geheimniſſe der Natur zu enthüllen, die wichtigſten Fragen zu löſen, wach erhalten, wer zur Entdeckung neuer Hebel, neuer Faktoren des Weltalls anſpornen, wer, frägt es ſich, und was? Ein Mäcen, der ihn mit ſeiner Gunſt und Gnade beglückt, eine Kompagnie, die ſeine Mühe mit ſchwerem Golde lohnt, der Ruhm, der ihn mit ſeinem berückenden Tranke berauſcht, der ihn das Leben und alles Freudige und Tröſtende im Leben vergeſſen läßt? Nichts von all dem. Niemand kannte ihn, niemand hörte von ihm. Doch vielleicht wird er bekannt werden, vielleicht wird man von ihm ſprechen? Der Him⸗ mel mag's wiſſen! Wenn das auch einſt geſchieht, er er⸗ fährt nichts davon. Was iſt alſo der Hebel ſeines Wir⸗ kens? Die eigene innige Ueberzeugung ſeines Nutzens, das Bewußtſein ſeines Talentes, das er nicht in die Erde ver⸗ graben wollte, wie der Sklave im Gleichniſſe aus der heiligen Schrift? Es iſt faſt zu bezweifeln! Naſar Naſa⸗ rowitſch hatte nie daran gedacht, hatte ſich nie in ſich ſelbſt vertieft, hatte nie einen Blick in ſein Gemüth ge⸗ worfen. Ich glaube, er arbeitete ohne das geringſte Be⸗ wußtſein. Natürlich freute ihn jede Entdeckung, die er nach jahrelanger Mühe envlich errang: oh! wie ſehr freute ſie ihn; doch mit dieſem Lohne war er zufrieden. Ihr nennt dies Egoismus? Mit Unrecht: einen ſo tiefen Egois⸗ mus erreicht man nur, nachdem man die Höhen der Ge⸗ fühle, die Gebirge der Leidenſchaften überſtiegen.

Naſar Naſarowitſch war das Gemüthsleben fremd; er hatte ein reines kindliches Herz; laſſet es mit der Au⸗ ßenwelt in Berührung kommen, laſſet nur einen Wunſch darin auftauchen, nur einen praktiſchen Zweifel außer dem Gebiete der Wiſſenſchaft, wer weiß, was dann ge⸗ ſchieht: Wiverſteht dieſes Herz der lockenden Verſuchung der Welt? Doch hier war ein Leben anderer Art. Kaum hatte er eine Aufgabe gelsst, kaum hatte er das eine Ende

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