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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Stockes, ſpazierten in den Zimmern herum, ſetzten ſich dem einſamen Bewohner auf die Achſel, ohne daß dieſer es be⸗ merkte; aber zu ebener Erde war alles rein, gewaſchen und geſcheuert, alles in der ſchönſten Ordnung und Sym⸗ metrie aufgeſtellt. Doch ſteigen wir zuerſt hinauf.

Von einem Zimmer ins andere gehend, ſtreifen Sie überall mit der Hand an ein hölzernes Modell, einen ei⸗ ſernen Cylinder, oder einen mechaniſchen Apparat. Man konnte faſt durch die aller Orten übereinandergeworfenen Stahl⸗ und Kupferſtangen, Bruchſtücke von Nägeln und Schrauben, Haufen von Schlacken und Feilſpänen, Stoͤßen von Papieren und Büchern und aufgerollten oder irgend⸗ wie befeſtigten Planen und Zeichnungen keinen Schritt vorwärts machen. Auf allem lag eine dichte Staubſchichte und manche Spinne hatte dieſen Schutt mit ihrem künſt⸗ lichen Spitzengewebe bedeckt. Nachdem Sie drei Zimmer durchwandert, die alle einen gleichen Anblick darbieten, treten Sie endlich in dasjenige Gemach, in welchem ſich der alleinige Bewohner des ganzen Stockes, der Beherr⸗ ſcher aller dieſer Schätze befand, die er ſeit einer Reihe von Jahren gehäuft hatte, mit Aufopferung ſeines Ver⸗ mögens und ſeiner Geſundheit, und die ihm theurer als Alles in der Welt waren. Hier ſaß am Arbeitstiſche, über Papiere gebückt, der freiwillige Märtyrer der Wiſſenſchaft, ein hagerer, wie Pergament vertrockneter alter Mann, im Schlafrocke, die Schlafmütze über die hohe Stirn gezogen, unter welcher ein Paar tief eingefallene Augen wie zwei Sterne in finſtrer Nacht hervorblitzten. Die welken Augen⸗ lider und die dunkelblauen Kreiſe um die Augen zeugten von langen ſchlafloſen Nächten, und der trockene Huſten, der ihn von Zeit zu Zeit die Arbeit bei Seite zu legen zwang, zeugte von ſeiner ununterbrochenen Anſtrengung, von der phyſiſchen und moraliſchen Anſpannung.

Naſar Raſarowitſch Piroſchkow war ein ruſſiſcher Ge⸗ lehrter, und dem zu Folge war die geduldige Sitzfähigkeit des deutſchen Gelehrten bei ihm zu einer beſtändigen ner⸗