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Petersburg am Tage und bei Nacht. 1.-4. Bändchen
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Ver Gelehrte.

In einem öden und abgelegenen Stadttheile, ſtand in einem Hofe ein kleines, hölzernes, niedliches Häuschen⸗ An dasſelbe gränzte ein Garten, einige Birken erreichten die Höhe des erſten Stockes und ſchauten in die Fenſter hinein; die kühnern lehnten ihre Zweige ans Dach; das graue Häuschen lächelte ſie an, es war ihm ſo heimlich unter ihrem Schutze. Im Innern des Häuschens herrſchte gleichfalls Ruhe und Frieden, aber nicht aus Mangel an Bewohnern: weder Näſſe noch Verwüſtung war zu bemer⸗ ken; ſchon ſeit einigen Jahren beſaß es dieſelben Bewoh⸗ ner und das Häuschen war an ſie und ſie an das Häus⸗ chen gewoͤhnt, als bildeten ſie zuſammen ein Ganzes. Be⸗ trachtet nur, wie freudig es ſeine Giebeldächer gewölbt, als ſtrecke es die Arme aus, die guten Bewohner zu umfan⸗ gen: Beſuche ſind hier gar ſelten. Ein kleines Fenſterchen war immer offen, um den Obdachloſen Schutz zu verlei⸗ hen: Hier fliegt eine Schaar Tauben aus und ein, und niemand ſtört ſie, niemand geräth in Verſuchung, ihr Fleiſch zu koſten: es iſt eine Sünde! Die Taube iſt das Sinnbild der Reinlichkeit, und bei den Bewohnern des Häuschens hat die Seelenreinheit den höchſten Grad erreicht. Die Tauben flogen auch in die Fenſter des obern