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ſchon als eine kleine Freundſchaftsgabe von der Prinzeſſin empfangen. Sie iſt von ge⸗ ringem Werth— aber es liegt mir daran, ſie in freundſchaftlichen Haͤnden zu wiſſen; ihr habt Ihr vielleicht Eure Gemahlin zu verdanken, und ich mag nicht einen neuen Strumpfband⸗Orden errichten.«
Auch ſchuͤttelten viele Leute den Kopf, weil die täglich wachſende Krankheit des Koͤ⸗ nigs, der von keinem Aufſchub hoͤren wollte, es nothwendig machte, daß bei der Hochzeit alle glaͤnzenden Feierlichkeiten eingeſtellt wur⸗ den. Waͤhrend der Brautnacht ſtarb Carl der Achte, und die Abreiſe des koͤniglichen Brautpaares aus Frankreich ſchien einem Trauerzuge aͤhnlich. Wurde dieſe Ehe auch nicht ungluͤcklich, ſo war ſie wenigſtens kurz. Der Prinz ſtarb eines ſchnellen Todes, und die bluͤhende Wittwe entſchloß ſich, ihre Schoͤnheit und ihren wiederkehrenden Muth⸗ willen in ein Kloſter zu verſchlieſſen.
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