von ſeiner Eitelkeit, das Gleichgewicht gehal⸗ ten, und da es— Kraft der allgemeinen, und ſelbſt in dieſem Hauſe ausgeſprochenen Abneigung— nicht zu vermuthen war, daß ein ſpaniſches Maͤdchen von edlerem Blute ſich einem Franzoſen guͤnſtig bezeigen koͤnne, ja da es ihm insgeheim ſogar wohl that, die entzuͤndbaren Fremden der hoͤhniſchen Kaͤlte ſeiner Landsmaͤnninnen bloszuſtellen, ſo beeilte er ſich ſelbſt, den Fremdling dem bewunder⸗ ten Monde unter den andaluſiſchen Sternen vorzuſtellen. Er wollte ſeine Leidenſchaft, ſei⸗ nen Neid erwecken, und ſich an dem Gleich⸗ muth weiden, womit die reizende Donna Concha ohne Zweifel auch ihm entgegenkom⸗ men wuͤrde. Er ſah ſich inſofern getaͤuſcht,
als dieſe den lebhaften Juͤngling, aus deſſen
Blicken raſche Entſchloſſenheit und kuͤhner Muth leuchtende Strahlen ſchoſſen, gefaͤlliger, als er es je zuvor erlebt, aufnahm; aber mit geheimer Schadenfreude gewahrte er, wie die⸗ ſer freundliche Empfang, der nicht wenig ge⸗


