nach vollbrachtem Raube in die faſt unzu⸗ gaͤnglichen Waldungen entſchluͤpfte. In der Stadt ſelbſt zitterte man vor Ueberrumpelun⸗ gen, die, mit unglaublicher Verwegenheit und Geſchicklichkeit ausgefuͤhrt, die nicht hinlaͤngli—⸗ che Vertheidigung friedlicher Buͤrger verhoͤhn⸗ ten, und eine ſtrenge Partheiloſigkeit ausub⸗ ten, indem ſie, unbekuͤmmert um jede Mei⸗ nungsverſchiedenheit, bald dieſes bald jenes Haus betraten, wo es die Bande werth hielt, einen Beſuch zu machen. Eine Beſatzung, ſey es auch von Franzoſen, wurde in dem Augenblicke, beſonders von den Landesbeſitzern, als eine Wohlthat betrachtet. Vielleicht war es auch nur dieſe Anſicht, die dem Oberſten, von Manzares eingefuͤhrt, eine gaſtliche Auf⸗ nahme in Donna Lauvedra's Haus verſchaff⸗ te. Dieſer zwar liebte, oder bildete ſich we⸗ nigſtens ein, Donna Concha zu lieben; aber der ihm angeborenen vaterlaͤndiſchen Eiferſucht wurde von dem wenig ermunternden Betra⸗ gen des Maͤdchens gegen Alle, oder vielmehr
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Donna Concha : Novelle. Die Freundinnen : zwei Erzählungen / Laurids Kruse
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