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der Balſam in die friſchblutenden Wunden der Wittwe zu traͤufeln.
Eben zeigte er der erſtaunten Mutter das konigliche Gnadengeſchenk, welches fuͤr ſie beſtimmt war, als ein Schlitten unter munterm Schellengelaͤute bei dem Hauſe vorfuhr.
„Lügen ſind's— nichts als lauter Luͤgen!“ toͤnte es durch die geoͤffnete Thuͤre herein und der wohlbe⸗ kannte Loͤwenwirth aus Gelenau ward in derſelben ſichtbar. Ihm auf dem Fuße folgten Pauline, deren Vater und Frau Ruppert.
„Friede dem Todten!“ ſprachen die beiden Letzte⸗ ren, als ſie einen Blick nach dem Winkel geworfen
hatten, wo der Kohlenbrenner unter dem Leichentuche
lag. Der Loͤwenwirth aber ſchritt auf deſſen Wittwe zu und rief mit derber Gutmuͤthigkeit:„Iſt's wahr, Frau! oder wiederum eine Luͤge, daß der Peter da keinen Vater mehr hat? Da, dieſe drei Perſoͤnchen, welche ich unterwegs mit meinem Schlitten einholte und, weil wir ein Ziel hatten, auflud, haben mir's alſo vorgeredet. Topp! ſo will ich ſein Vater ſein! Ein ehrlicher Junge iſt er und diesmal iſts keine Luge, obſchon ſonſt nichts als lauter Lugen in der Welt anzutreffen ſind. Der liebe Gott hat mir keine Kinder geſchenkt, darum will ich mir in Eurem Peter ein's aufziehn nach meinem Geſchmacke. Meinen


