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Still entfernten ſie ſich, die Frau allein laſſend, welche zuletzt in einen tiefen S der Erſchoͤpfung verſank.
Pierzehntes Rapitel. Der Lohn.
AVm Nachmittage des im vorigen Kapitel ze⸗ ſchriebenen Tages ſaß Frau Ruppert in dem Kranken⸗ zimmer ihres Gatten in Schneeberg und naͤhete an einer Kappe fur ihren Saͤugling, welcher ſanft in der Wiege ſchlief, indeß ſeine Schweſter zu der Mutter Fuͤßen ſpielte. Nach vielen kummervollen, ſchrecklichen Tagen war heute ihr Herz zum erſten Male wieder getröſtet worden, denn die Aerzte hatten ihren Gatten nunmehr außer Gefahr erklart. Fieberfrei genoß er ſeit dem Morgen eines ſanften, erquickenden Schlafes. Dankbar gegen Gott blickte Frau Ruppert mit inniger Zufriedenheit auf ihre beiden Kinder, denen der Vater erhalten worden, und mit großer Sehnſucht ſah ſie dem Augenblicke entgegen, wo, wie die Aerzte prophe⸗ zeiht hatten, der Kranke mit voͤlliger Beſinnung er⸗ wachen wuͤrde. Und dies geſchah. Denn plotzlich oͤff⸗ nete der Schläfer hell die Augen und ſagte verwun⸗ dert:„Chriſtel! wie iſt mir denn? Wache oder traͤume
ich? Hat mich wirklich unſer boſer Nachbar Hille ſ2


