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Das Vierte Gebot oder die ungleichen Brüder / von Gustav Niebitz
Entstehung
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und dieſer wird dann ausgeklopft. Viele tauſend Thaler werden alle Jahre damit verdient.

Dafuͤr will mancher Sack ausgepocht ſein bemerkte der Mann.Doch wer braucht nur ſo viel Ruß? Mit dieſem Buͤttchen getrau ich mir Stiefel⸗ wichſe, auf ein halbes Jahr hinreichend, zu machen.

Unſer Herr Schulmeiſter ſagte verſetzte der Knabevon dem Ruße wuͤrden faſt alle Bücher in der Welt gedruckt, und deshalb kaufen die Druck⸗ herren ganze Wagen voll Rußfäſſer. Aber auch die Maler und Wachstuch⸗Verfertiger brauchen genug.

Hier haſt Du Deinen Dreier, Junge! ſprach der Kaͤufer.Alſo haſt Du heute Abend einen gan⸗

zen Pfennig verdient?

Ja! erwiderte der Burſche munter und ging, ſeine Waare auch dem Wirthe anzubieten.

Luͤgen nichts als Luͤgen! antwortete dieſer auf alle Anpreiſungen des kleinen Haͤndlers, welcher ſich nun ſtill auf die Ofenbank ſetzte und auswärmte. Die Anweſenden hingegen genoſſen theils warme Suppe, Fleiſch und Gemuͤße, oder Wurſt, Schinken, kalten Braten, Kaͤſe, Butterbrod, Bier und Branntewein. Dieſer verfuͤhreriſche Anblick ſchien auch des Rußbut⸗ tenhaͤndlers Eßluſt rege zu machen. In die Taſche greifend, zog er einen kleinen Ueberreſt hart gefrornen

Brodes hervor, welches ſein warmer Mund aufthaute Nieritz, viertes Gebot. 2