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mernswerthe Zuſtand Deiner Mutter nun noch nicht?“ Statt der Antwort hierauf, rief der undankbare, lieb⸗ loſe Sohn:„Vater! ſo ſteht doch auf. Ich will mein Fruͤhſtuͤck haben.“
Hierauf langte ſeine ſieche Mutter nach dem Toͤpf⸗ chen, welches ihr vorhin Schlegels Mitleid voll Kaffee gereicht hatte.„Hier Veit,“ ſprach ſie—„habe ich Dir ein wenig Kaffee aufgehoben, den mir der gute Nachbar Schlegel geſchenkt hat. Den Vater laß noch ſchlafen.“
„O Mutterliebe! Mutterliebe!“ rief der geruͤhrte Schuhflicker—„die gleich dem Vogel Pelikan die eigne Bruſt ſich zerfleiſcht, die begehrlichen Jungen zu ſaͤugen— du laͤſſeſt nimmer nach, obſchon dein Kind lieber mit Fuͤßen dich treten moͤchte.“
Ohne ſeiner Mutter zu danken, trank Veit den Kaffee hinter, uͤber welche geringe Menge er unwillig brummte und nicht eher ruhete, als bis er ſeinen Va⸗ ter aufgelaͤrmt hatte. Dieſer, welcher vollig angezogen dagelegen und laut geſchnarcht hatte, ſtand, ohne ſei⸗ ner Frau oder den uͤbrigen einen guten Morgen zu bieten, auf und holte eine Flaſche mit Schnaps, ein Brod und ein ſchmuziges Papier herbei, aus welchem er ein Stuͤck Speck hervorzog und daſſelbe mit ſeinem begehrlichen Sohne theilte. Weder ihm, noch dem
Veit fiel es bei, einen Morgenſegen zu beten. Einen
ſehr verdrießlichen Blick bisweilen auf die kranke Frau


