Druckschrift 
Das Vierte Gebot oder die ungleichen Brüder / von Gustav Niebitz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14

werfend, verzehrte Hille das Fruͤhſtück, welches beſon⸗

ders für den Knaben ein ſchädliches zu nennen war.

Pierauf legte ſich der Mann, welcher von ſtarkem Kor⸗

perbaue, aber tuckiſchem Anſehen war, wieder auf ſein Lager nieder.

Nicht wahr, Pauline, ſprach Schlegel zu ſeiner TochterDu haſt nicht vergeſen, Deinen Morgenſegen zu beten?

Pauline blickte von dem Kloͤppelkiſſen auf und nickte ihrem Vater freundlich zu.

So muß es auch ſein ſprach dieſerdenn recht gebetet, iſt die Haͤlfte geurbeitet⸗

Bweites RKapitel.

Den Aeltern Gleiches vergelten, iſt wohlgethan und angenehm vor Gott.

Am Abende deſſelben Tages ſchob ein 14jaͤhri⸗ ger Knabe einen hochbepackten Schiebebock auf der

Straße nach Zſchopau vor ſich hin. Es ging viel

bergauf, und die Laſt war nicht leicht, daher der junge Fuhrmann öfters niederſetzen und verſchnieben mußte.

Sein Anzug zeugte von großer Duͤrftigkeit. Hoſen und Jacke waren mit bunten Flickſtuͤcken beſetzt, doch

*.