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terchens empfing—„biſt Du ſchon ſo fruͤh aus den Federn? Du haſt ja erſt geſtern Abend bis eilf Uhr hinter dem Kloͤppelkiſſen geſeſſen!“
„Der Herr Kaufmann Schreckenberger in Schnee⸗ berg will aber auch die Spitzen uͤbermorgen ſchon ha⸗ ben“— verſetzte Pauline und ging, wie vorhin ihr Vater, den letzten Ueberreſt von Schlafſucht ſich aus den Augen zu waſchen. Mit friſchglaͤnzendem Ange⸗ ſichte und hochrothen Wangen kam ſie wieder herein, holte ihr Kloͤppelkiſſen herzu und ſetzte ſich neben den arbeitenden Vater, der manchen verſtohlnen Freuden⸗ blick auf die Tochter warf, unter deren kleinen Fingern die Unzahl der Kloͤppel flink heruͤber und hinuͤber flog.
Zuweilen hauchte die kleine Kloͤpplerin in die ver⸗ klommenen Haͤnde, dann aber arbeitete ſie munter wei⸗ ter. So ging es, bis der Kuckuk ſechsmal rief. Da legte der Schuhflicker ein Paar ausgebeſſerte Schuhe bei Seite, dabei mit zufriedenem Sinne ſprechend: „Das Fruͤhſtuͤck waͤre ſchon verdient! Sieh doch, Pau⸗ linchen!“— er wieß auf die Menge alter Stiefeln neben ſich—„lauter Brod! Gott ſei Dank! Nur im⸗ mer Arbeit vollauf, und ich will gewiß nicht murren. Denn“— er ſang:„Arbeit macht das Leben ſuͤß, wir⸗ ket Froͤhlichkeit; macht die Welt zum Paradies— nicht wahr, Paulinchen?“
An ihrer Stelle erwiderte Frau Hille ſeuſzend:


