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gendlicher Schläfer, welcher neben dem Bette der Frau auf einer Streu lag.„Blaͤu ihn tuͤchtig durch!“
„Sogar im Schlafe haͤlt der Junge keine Ruh“ — ſeufzte die Frau, indem ſie auf den Träumer her⸗ abblickte, der mit beiden Fäuſten um ſich ſchlug.
„Es iſt wahr“— ſprach der Schuhflicker—„ei⸗ nen recht wilden Buben habt Ihr zum Sohne. Nach Euch iſt er nicht gerathen. Wenn meine Pauline nur halb ſo ausgelaſſen waͤre— ich ertruͤge es nicht.“
„Eure Tochter“— antwortete die Frau—„iſt
ein Engelskind, und Gott wollte ich danken, haͤtte mein Veit nur eine Ader von ihr.“
„St!“ warnte der Schuhflicker, indem er ſich nach ſeiner Tochter umſah— laßt das dem Maͤdel nimmer hoͤren. Es verderbt die beſten Kinder, lobt man ſie in's Geſicht. Aber was wahr iſt, iſt wahr⸗ Das Blitzmaͤdel iſt meine groͤßte Freude auf der Welt, und fur alle Schaͤtze der Erde wäre ſie mir nicht feil. Aber wie ſteht's? Moͤchte ich nicht einheizen, weil Ihr Euch aufgeſetzt habt und frieren werdet? Zwar iſt der Holzvorrath eben nicht groß und der Tag noch lang, aber—“.
„Bewahre“— fiel die Frau ein—„wenn Euch nicht friert— auf mich nehmt keine Ruͤckſicht. Aber man ſieht ja Euern Odem, und die Fenſterſcheiben ſind mit Eis uͤberzogen wie die Breter.“


