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Röschen ſaßen im Sofa. Es iſt lieblich zu ſehen, wenn ein liebenswürdiger Vater wieder jung wird mit der jugend⸗ lichen Tochter. Ich war die erſte von den Gäſten. Rös⸗ chen erzählte mir, daß die Großmutter auf des Vaters Wunſch ſich ruhe und die Mutter den Tiſch arrangire⸗ Es währte nicht lange, als Hufſchlag durch den Wald er⸗ ſcholl, Röschen ſprang freudig auf. Es war Hans von Müggeburg. Sie ging ihm auf den Raſenplatz entgegen, ſie ſtand bei ihm als er vom Pferde ſtieg, und klopfte dem Pferd die Mähne. Das war unſer Brautpaar heute und ein ſehr glückliches.
Bald kamen auch auf den anderen geraden Alleen die Gäſte an, zu Fuß und zu Wagen, ſelbſt Karl war mit Frau und Kind herbei geholt; nur Minna mußte ihren guten Rector etwas pflegen. Als wir alle verſammelt wa⸗„ ren, wurde die Großmama geholt. Der Geburtstagtiſch war mit köſtlichen Roſen geſchmückt und faſt ein jeder hatte eine Kleinigkeit darauf zu legen. Nur ich komme mit lee⸗ ren Händen, liebe Großmama! ſagte Hans; ich habe mich ſo viel beſonnen und wußte wirklich nichts; aber, ſetzte er glücklich hinzu— ich bringe Dir das Herz eines treuen lieben Sohnes. Die gerührte Großmutter umarmte ihren neuen lieben Sohn und ihr Röschen dazu.
Das war ein herrlicher Tag, der da Sonnenſchein verbreitet über das arme liebe Leben. Solche Tage ſchenkt der Herr ſeinen Kindern, ſie preiſen mit Dank erfüllten Herzen ſeine Barmhetzigkeit, und gehen getroſt auch wieder


