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Herrn von Müggeburg nicht geſehen, das Wiederſehen jetzt ſollte anderer Art ſein, ich hatte aber keine Scheu davor. Ich eilte mit meinem Bündlein durch den Garten dem Schloſſe zu. Im Hausflur begegnete mir das einzige Mäd⸗ chen aus früherer Zeit, ein älteres geringes Stubenmäd⸗ chen. Ei, Fräulein Anna! ſagte ſie verwundert. Ich eilte ſchnell an ihr vorüber die Treppe hinauf. Im Vor⸗ ſaal wurde mein Schritt langſamer, mit einigem Bangen klopfte ich an die Thür des Wohnzimmers, niemand ant⸗ wortete, ich öffnete und ging weiter nach der Thür zum Kabinet. Ich hörte hier ein leiſes Stöhnen, und da auf mein Klopfen wieder nicht geantwortet wurde, machte ich leiſe auf und trat ein. Die Kranke lag auf dem Sopha, mit dem Geſichte nach der Wand, Herr von Müggeburg ſchien auf dem Lehnſtuhle eingeſchlummert, ſein Nacken war etwas gebeugt, ſein Haar grau geworden; ich erſchrak faſt. Bei meinem Eintreten wandten ſich beide zu mir. Einen Augenblick ſtand ich ſchweigend, ich mußte Athem ſchöpfen. Dann ging ich zum Sofa und ſagte ſo gut ich konnte: Liebe Frau von Müggeburg, ich möchte um die Stelle Ih⸗ rer Geſellſchafterin bitten. Sie ſah mich an, als ob ſie mich nicht verſtände. Herr von Müggeburg ſtützte ſeinen Kopf in die Hand und wandte ſich noch mehr ab. Anna, Sie wollten? begann jetzt Frau von Müggeburg, und es folgten Thränen und Klagen. Ich ſtand erwartungsvoll bei ihr, ich ſah nach Herrn von Müggeburg, er ſaß noch immer abgewandt. Ich trat zu ihm. Darf ich bleiben?


