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handlung über das Unnatürliche und Widerwärtige einer alten Jungfer. Eben weil es vom lieben Gott nicht ge⸗ wollt iſt, haben dieſe Perſonen etwas Unnatürliches, Lächer⸗ liches, Unleidliches.— Ich unterbrach ihn nicht, weil mir die Sache ſehr ſpaßhaft war, und weil ich höchſt geſpannt auf Lottchens Entgegnung war. Sie konnte ſich auch nicht länger zurückhalten.
Vortrefflich, lieber Junge, begann ſie etwas feierlich, ich habe mich noch nie ſo abkonterfeit geſehen. Fritz ſah ſie mit ſeinen großen blauen Augen wirklich ſehr albern an. Dich, Lottchen? war ſeine ſtotternde Frage. Nun ja mich als alte Jungfer, ſagte ſie ziemlich gereizt. Rein, Dich habe ich nicht gemeint, ſagte er gutmüthig, ich habe wirklich nie daran gedacht, daß Du eine alte Jungfer biſt. Es lag in dieſer treuherzigen Verſcherung viel zu viel Schmeichelet, als daß Lottchens Herz davon hätte unge⸗ rührt bleiben können.
Lottchen gehörte zu den ſoliden alten Jungfern, ſie hatte ihr Leben uns Kindern gewidmet, ſie war unauf⸗ hörlich beſchäftigt für uns zu nähen, zu waſchen, zu plet⸗ ten, zu flicken, und erquickte ſich an den Broſamen un⸗ ſerer Liebe.— Du wirſt vielleicht noch einmal Gott danken, ſagte ſie zu Fritz, eine alte Jungfer im Hauſe zu haben. In einer Keinen Pfarre mit wenigen Einnah⸗ men und vielen Kindern iſt Hülfe, die um Liebe und nicht um Geld dient, meine ich, ſehr willkommen. Weiſe darum Anna nicht ſo entſchieden ab.— Du haſt Recht


