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werden.— Nur noch eine Bemerkung wegen der glück⸗ lichen Heirathen darf ich machen(nahm Emilie das Wort). Wenn Chriſten einander heirathen, ſollte es immer eine glückliche Heirath ſein.— Da haſt Du Recht(entgegnete
3 die Mutter), wenn auch unſere Sünde uns in jedem Zu⸗ ſammenleben viel Schmerzen und Kämpfe bereitet, ſo wird eine Ehe, die im Geiſte des Herrn und ſo in der wahren
Liebe geſchloſſen iſt, uns doch zum großen Troſt und zur treuen Hülfe auf unſerm mühevollen Pilgerpfad, mit dieſer Liebe hilſt einer dem andern auf und weiter fort dem Ziele zu, ſo muß eine Ehe, die Chriſten ſchließen, immer eine glückliche ſein, mehr oder weniger, wie eben der Herr die verſchiedenen Leute zuſammenführt und ihnen durch dieſe Verſchiedenheit ihnen ſein Kreuz zu tragen giebt. Liebe Mutter(ſagte Fritz), ich glaube, Deine Erzählungen würden alle mit einer glücklichen Heirath ſchließen, das Glück einer alten Jungfer zu ſchildern würde dir ſchwer fallen.— Die
* Mutter nickte freundlich.— Und doch hat Fritz mit dem * Vorwurf dieſer glücklichen Heirathen am meiſten Recht † Crach ich endlich mit einigem Eifer mein Schweigen). Ich
will gar nicht von alten Jungfern reden; allen jungen wird damit vorgeſpiegelt, daß das einzige irdiſche Glück im Hei⸗ rathen beſteht und das iſt nicht wahr, ja wie die Welt einmal jetzt iſt, ſo ſind die wenigſten Ehen glücklich, und wenn ich den Kreis meiner Jugendbekannten überblicke, ſo könnte ich wirklich traurige Dinge erzählen.— Liebe Tante
(unterbrach mich Emilie) ſchreibe zum Nutzen für uns Die alte Jungfer. 2. Aufl. 2


