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Die alte Jungfer : eine Erzählung / von der Verfasserin des "Tagebuchs eines armen Fräuleins" [d.i. Marie Nathusius]
Entstehung
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kann es der Fall ſein, daß die Feindſchaft der Welt nicht gerade die Folge einer zu innigen Gemeinſchaft mit dem Herrn iſt, ſondern auch die Folge unſerer eigenen Sünde. Das iſt unbeſtreitbar(verſicherte Fritz), aber auf der andern Seite iſt die Gefahr der Menſchengefälligkeit. Alſo überall Klippen und Gefahren, denen eure Ideale ſo leicht und ſchnell entgehen. Wo ſie ſich zeigen, fliegen ihnen alle Herzen, von Freund und Feind, entgegen. So ganz denn doch nicht(vertheidigte Emilie ihre Lieblinge), es ſind doch immer zwei Parteien, daß nun allerdings manche von der feindlichen Partei durch ein wahrhaftiges, aufrichtiges Erfülltſein vom Evangelium gewonnen werden, iſt wahr und doch auch nicht unnatürlich. Ueber dieſen Punct haben wir ſchon neulich geſprochen(wandte ſich Eliſabeth zu Fritz) und ich muß Dir darin Recht geben, die Bekeh⸗ rungen ſind meiſtens ſo ſchnell und leicht, und ich glaube, je mehr man die Welt kennt, je mehr man ſelbſt erfahren hat, wie ſchwer es iſt, dem Herrn Seelen zu gewinnen, je mehr wird man das finden und tadeln. Ich glaube, fügte ſie lächelnd hinzu, ich könnte auch ſo etwas ſchreiben, ich fühle mich oft ſo freudig und zuverſichtlich, es iſt mir, als könnte ich die ganze Welt zum Glauben bekehren, aber wie unerfahren und thöricht!(fügte ſie ſchnell hinzu), und wir mögen nur immer ſelbſt bitten: Herr, führe uns nicht in Verſuchung, und: Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben. Fritz hatte, während Eliſabeth ſprach, ſie mit beſonderer Aufmerkſamkeit angehört, ja ich ſah etwas