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von aller Miſſethat, und uns jedes Kreuz tragen hilft, mag es vom Herrn ſelbſt oder von Menſchen bereitet werden, und daß wir hier ſchon in der Welt trotz aller Trübſal freudig und ſelig ſein können, nicht aus eigner Kraft, ſon⸗ dern aus Gnade und Barmherzigkeit unſeres lieben Vaters und treuen Hirten, unter deſſen Schutz und Schirm wir als demüthige Kinder wandeln ſollen, ja demüthig, aber warme Liebe im Herzen, auch mit recht warmer Liebe im Herzen gegen die Menſchen, die noch nicht mit uns auf gleichem Glaubensgrunde ſtehen.— Lieber Fritz,(nahm die ſanfte Emilie wieder das Wort) wenn Du ſagſt, daß den Rachfolgern des Herrn die Feindſchaft der Welt wer⸗ den müſſe, ſo iſt das gewiß wahr, aber es iſt auch eine große Gefahr für Chriſten, ein Märtyrerthum in dieſer Feindſchaft zu ſuchen. Wie kann mich Spott und Haß von Menſchen bedrücken, die ſo unglücklich ſind, ſo viel entbehren? fiel Eliſabeth wieder ein.— Laß mich einmal beenden, ſagte Emilie ruhig. Sie fuhr fort: Ich habe ſchon manche theure, liebe Chriſten ſich damit entſchuldigen hören, ihre Liebloſigkeit, ihre Härte, ihr Richten, womit ſie der Welt Veranlaſſung zum gerechten Tadel gaben, da⸗ mit rechtfertigen hören:— die Feindſchaft der Welt iſt uns eine Ehre, iſt Kindern Gottes unvermeidlich, Menſchen⸗ feindſchaft und Gottes Freundſchaft, die gehören zuſammen; — ich meine aber, der Welt Feindſchaft ſollte auch uns bedenklich und vorſichtig machen. Den Herrn konnte und durſte ſie das nicht, Er war ohne Sünde, bei uns aber


