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zweitens giebt es in der Welt auch genug Beiſpiele von wunderbarer Glaubensmacht und vom Ueberwinden der Hinderniſſe, die Welt und Sünde und Teufel in den Weg legen. Sollen dieſe Beiſpiele nicht entmuthigen? Nein, ich weiß, daß der Glaube eine Gnadengabe iſt, wird mir dieſe Gnade noch in dem Maaße nicht zu Theil als an⸗ dern Brüdern oder auch dieſen geſchilderten Idealen, ſo gehe ich demüthig meinen etwas mühevollen Weg, tröſte mich an den ſeligen Verheißungen, bitte deſto eifriger und hänge mich deſto inniger an den Herrn. Auch möchte ich ſtreben, mich immer mehr in der Liebe und in der Ge⸗ meinſchaft mit allen Gotteskindern einzuleben, daß ihre Kraft auch meine Kraft, ihr Reichthum mein Reichthum wird, und eben eine Gemeinſchaft in der Liebe die ver⸗ ſchiedenen Gaben ausgleicht, die der Herr verliehen. Sollte es nicht auch ein verſteckter Hochmuth ſein, wenn ſolche Ideale uns entmuthigen, ſtatt uns zu freuen und uns zu begeiſtern? ſagte Eliſabeth mit einigem Zagen.— und die Ideale, die wir in den chriſtlichen Erzählungen lieben (fuhr Emilie fort) beſtehen nicht darin, daß ſie dem Kampf mit Fleiſch und Blut ausweichen und tadellos ſind, ſon⸗ dern daß ſie! mit beſonderer Glaubensfreudigkeit kämpfen, und wenn die Sünde ſie im Zuſammenleben mit dem Herrn geſtört hat, demüthig wieder zu Ihm eilen und bei Ihm Troſt ſuchen und finden.— Das alles erſcheint mir ſo natürlich, fügte Eliſabeth hinzu.— Rechneſt Du Dich zu den Demüthigen? fragte Fritz lächelnd.— Ich möchte


