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Rosa : ein Lebensbild / von Agathe Rutenberg
Entstehung
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mich nicht verlaſſen und an ihrem liebenden Herzen finde ich Troſt, denn, Walther, ich kann ja nicht leben ohne Liebe.

O Roſa, rief Nordeck aus,Dein ganzes Weſen iſt ja Liebe, ſie iſt der Grundzug Deines Gemüths. Durch Deine Liebe ſollteſt Du mir das Leben verſchönern, Gott jedoch trennte uns. Aber ich ſehe es jetzt klar, es geſchah 35 nur, um uns zu prüfen, ob ſich auch dieſe Liebe feſt und i unerſchütterlich in den Stürmen des Lebens beweiſen würde, und nun führt er uns auf ſo wunderbare Weiſe S wieder zuſammen! O, willſt Du nun nicht wieder mein, mein auf ewig ſein? Roſa konnte den ſchnellen Wechſel ihres Schickſals kaum ertragen; ſie ſollte ihm, dem bisher jeder Schlag ihres Herzens angehört hatte, deſſen Bild nie aus ihrer Seele gewichen war, wieder angehören, ihre ſchönſten Träume ſollten ſich verwirklichen und das uebermaß des Glückes drückte ſie faſt zu Boden..

Ach, Walther, flüſterte ſie nur in einem Tone, in welchem ihre ganze Liebe und der ganze Schmerz, den ſie um ihn erduldet hatte, lagen, und ſank in ſeine ſie ßenden Arme.

Dann ließ ſie ſich neben ihm nieder und lehnte ihr kleines Haupt an ſeine Bruſt, wie ein Kind, das nach gem Umherirren wieder am Herzen der Mutter Schu funden hat. So ſaß Zeit und ſprach mit