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„Nein, das geht nicht,“ erwiderte Roſa;„aber,“ ſetzte ſie mit ihrer gewöhnlichen Herzlichkeit hinzu,„da giebt es ja einen Ausweg: Sie bringen Ihren Freund mit! es wird mir Freude machen, Sie beide bei uns zu ſehen.“
„O, ich danke Ihnen,“ rief Hermann begeiſtert und eilte dann mit freudeſtrahlendem Geſichte davon, ſeinen Freund zu holen.—
„Ich glaube, jetzt kommen ſie,“ äußerte Lucie einige Zeit ſpäter, als ſie am Fenſter ſtand und hinausblickte.
„Ich ſehe Niemand,“ ſagte Roſa, indem ſie zu ihrer Freundin trat und über deren Schulter ſchaute.
„Sie ſind auch bereits eingetreten,“ entgegnete Lucie, „der Fremde kam mir ſo bekannt vor, doch weiß ich nicht, wer er iſt.“
„Vielleicht,“ ſagte Roſa,„haſt Du ihn irgendwo ge⸗ ſehen und—“
Sie wurde durch das Mädchen, welches den jungen Maler meldete, unterbrochen und gleich darauf trat Hermann ſelbſt, begleitet von einem ernſten, ſchönen Mann, herein. Roſa blickte ihn an, ſein Auge traf das ihrige— ſie wurde erſt todtenbleich, dann dunkelroth und hielt ſich an einem Stuhle, um nicht umzuſinken, denn der Fremde war— Nordeck!— Auch Walther wechſelte die Farbe, denn er ahnte das Zuſammentreffen nicht im entfernteſten. Gertrud war jetzt auf einige Zeit mit der Gräfin von Perlberg in der Reſidenz und Walther dorthin gereiſt, um ſie zu ſehen; er war nur einige Tage dort geblieben und hatte ſorgfältig


