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dieſes mondhellen Abends, der der ſchönſte meines Lebens war.“— Ich habe es aufbewahrt; aber ich weiß nicht, ſo oft ich es anſehe, muß ich weinen, denm es erinnert mich ſtets an das, was ich eigentlich vergeſſen ſollte.“—
Wenige Tage nach dieſem Spaziergang ſaßen Roſa und Lucie an einem herrlichen Abend am offenen Fenſter. Die goldenen Strahlen der untergehenden Sonne zitterten auf den Blättern der Linde, und mit dem Luftzuge ſtrömte der balſamiſche Duft der Lindenblüthe herein. Es herrſchte eine feierliche Stille in der ganzen Natur.
„Ach, Lucie,“ ſagte Roſa, nachdem ſie ſchweigend eine Weile den herrlichen Anblick vor ihnen genoſſen hatten, „bitte, ſinge ein wenig, Geſang paßt gerade zu meiner jetigen Stimmung.“
„Ich wollte es ſo eben ſelbſt thun,“ erwiderie Lucie, indem ſie ſich erhob und das Pianoforte öffnete. Sie ſchlug einige leiß Accorde an und ſang dann:
Es nahet prächtig der Erde Der Frühling voll Blumen und Duft,& Es blühen die Fluren und Felder, Es ſchallt von Geſängen die Luft.


