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wäre ſo gern noch auf jene andere Seite des Baches hinüber gegangen, aber bis zum Stege iſt es zu weit.“—„Er⸗ lauben Sie wohl, daß ich Sie hinübertrage?“ fragte Her⸗ mann mit ſchnellem Entſchluſſe, doch ſchon im nächſten Augenblicke erröthend über die Kühnheit ſeines Anerbietens. Es ſtand ihm ſchön dies Erröthen, während ſich der Mond in ſeinem ſchwärmeriſchen blauen Auge ſpiegelte.
„Roſa nickte nur mit einem anmuthigen, ihr eigenen Lächeln, und ſeinen Arm um ihre zarte Geſtalt ſchlingend, trug nun Sternthal ſeine ſchöne Laſt hinüber. Dann kehrte er zurück, um auch mich zu holen. Wie ſorgſam durchſchritt er das Waſſer!— meine herabhängende Hand berührte die ſeinige, und ich fühlte einen leiſen Druck der⸗ ſelben, als er mich ſanft niederließ. Ich erröthete, und nur der Schatten der Bäume, in welchen wir jetzt traten, ver⸗ barg meine Verlegenheit. Wir gingen nun an dem Ufer des leiſe murmelnden Baches dahin, während vor uns die ganze mondhelle Landſchaft in eigenthümlichem Zauber lag. Hermann ſprach mit Begeiſterung von der Schönheit der Natur und von der Größe und Allgewalt ihres Schöpfers, und Roſa und ich ſtimmten ein in ſeine Bewunderung und Anbetung. So erreichten wir den Steg, der nach der an⸗ deren Seite zurückführte. Roſa ging zuerſt hinüber, und während Sternthal und ich folgten, bückte ſich jener plötz⸗ lich, um ein gm Ufer blühendes, vom Monde beleuchtetes Vergißmeinnicht zu pflücken, und es mir überreichend, ſagte er leiſe, faſt traurig:„Gedenken Sie bei ſeinem Anblicke


