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Rosa : ein Lebensbild / von Agathe Rutenberg
Entstehung
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Wenn Sie es nicht weiter ſagen wollen antwortete Marianna,ſo will ich Ihnen anvertrauen, was ich darüber weiß. Man vermuthet, Fräulein Wanda ſei die Tochter des alten Herrn geweſen. Denn Franz, der nun ſchon zwanzig Jahre in dieſem Hauſe iſt, hatte ihn vor achtzehn Jahren auf einer Reiſe nach Italien begleitet, wo Herr von Helmſtädt eine ſchöne Italienerin kennen lernte. Plötzlich

wir etwas Näheres über ihr Verhältniß zu einander erfah⸗

ren. Vor einem Jahre erkrankte Wanda. Herr von Helm⸗

ſtädt war unermüdlich in ihrer Pflege und bot Alles auf, ſie zu erheitern, und ihre Leiden zu lindern. Es war in einer Nacht ich werde ſie nie vergeſſen als der gnä⸗ dige Herr ſich zum erſten Male ſeit mehreren Wochen auf Wanda's Bitten, die ſich beſſer fühlte, zur Ruhe gelegt hatte. Sie war eingeſchlafen; ich ſaß an ihrem Bette und lauſchte auf ihre Athemzüge. Es war Mitternacht; da er⸗ wachte ſie und verlangte haſtig nach Herrn von Helmſtädt. Ich ſchickte nach ihm und unterdeſſen ſagte Wanda mit leiſer Stimme:Ich fühle mich ſehr ſchwach und doch ſo wohl; ich glaube, ich werde bald in ein ſchöneres Land hinüber⸗

ſſchlummern. Jetzt trat Herr von Helmſtädt ins Zimmer. Wanda richtete ch auf und indem ſie ihm ihre Arme ent⸗