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denſelben ſcheu durch die weiten Gemächer geſandt, und Marianne, welche dies bemerkt hatte, ſagte ſchnell:„Ach liebes Fräulein, wenn Ihnen dieſe Zimmer zu groß ſind, dann bitte kommen Sie mit mir in den zweiten Stock hinauf, da will ich Ihnen ein reizendes kleines Zimmer zeigen, das Ihnen gewiß gefallen wird.“ Roſa nahm freundlich das Anerbieten an, und folgte dem vorangehen⸗ den Mädchen. Das Zimmer entſprach nicht nur allen ihren Hoffnungen, ſondern übertraf dieſelben noch. Es hatte Aehnlichkeit mit dem ihrigen, aber es war viel geſchmack⸗ voller und prächtiger eingerichtet, ohne daß man ſich darum weniger heimiſch in demſelben gefühlt hätte.
„Ja, hier will ich wohnen“, rief Roſa fröhlich aus, „ach hier iſt es viel, viel ſchöner als unten, und“—
„Nicht wahr? hier iſt es hübſch“, unterbrach ſie Ma⸗ rianne.„Herr von Helmſtädt hat dieſes Zimmer ja auch beſonders für die ſchöne junge Dame einrichten laſſen, die er vor zwei Jahren mit aus Italien brachte, damit ſie hier oben recht ruhig und ungeſtört wohne, obgleich es doch unten auch gerade nicht lärmend zuging. Sie hatte eine eben ſo glockenhelle Stimme wie Sie, liebes Fräulein, aber nicht ſo ſchöne Augen, obgleich ſie ſchwarz und feurig waren.“ „Aber wer war denn die junge Dame?“ ſtete Roſa nicht ohne Neugierde;„war ſie denn mit derit ver⸗ wandt? Ich habe nie Etwas von* gehö


