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Rosa : ein Lebensbild / von Agathe Rutenberg
Entstehung
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die kleine Stadt B. zurück, wo er das Häuschen, von dem am Anfange dieſer Erzählung die Rede war, beſaß. Nach vier nicht eben in glücklicher Ehe verlebten Jahren ſtarb er. Nicht lange nach ſeinem Tode erhielt die Wittwe einen Brief von ihter ſo lange vermißten Schweſter, in welchem dieſe daß ſie ſich dem Tode nahe fühle und daher die einzige Schweſter dringend bitte, zu ihr zu eilen, um ihr das letzte Lebewohl zu ſagen. Sie nannte ein Dörfchen als den Ort ihres Aufenthaltes und beſchwor ſie, ſich nach ihrem Tode ihres verlaſſenen dreijährigen Töchterchens anzunehmen. Frau von Reichen⸗ bach reiſte ſogleich ab, fand jedoch ihre Schweſter nur noch als Leiche wieder. Einige Zeilen aber hatte ſie ihr hinter⸗ laſſen, in denen ſie ihr mittheilte, daß nach ihrer Flucht ihr Gatte ein kleines Gut in einer verborgenen Gegend gepachtet habe, auf dem ſie zwei glückliche Jahre zuſammen verlebt hätten. Nachdem er aber an einem hitzigen Fieber geſtorben, hätte ſie ſich und ihr kleines Mädchen in dem Dörfchen durch weibliche Handarbeiten ernährt, da ſie erfahren, daß der Vater ebenfalls geſtorben, ſie alſo nicht zu ihm hätte zurück⸗ kehren können. Frau Reichenbach war tief gerührt, und nahm die kleine nachdem Helene beſtattet war, mit ſich nach B., um fortan für die Erziehung des Kindes zu ſorgen. Gern zwar wäre ſie mit demſelben in die Haupt⸗ ſtadt zurückgekehrt, da ihr das einſame Leben in dem kleinen Orte gar nicht gefiel, aber ihre Mittel erlaubten es nicht. So wuchs denn Röschen in der herrlichen W