nende Wohnhaus Reicherts ihm einen ſolch hellen Feuer⸗ ſchein entgegen, daß die Schatten der Bäume rings herum ſich wie beim Tageslichte auf dem Boden ab⸗ zeichneten. Er eilt hinunter— am Bache findet er einige Knechte beſchäftigt, den Schlauc zu den Löſchwerkzeugen einzuſenken, im Hof herrſcht Verwirrung und Verzweif⸗ lung, Schlöſſer und der Müller ſchreien nach Max und 6 Elſe, die im zweiten Stocke eingeſchloſſen ſind, umlodert von zehrenden Flammen. Schlöſſer verſucht vergeblich,
ſeinem Sohne ein langes Tau nach dem Fenſter hinauf⸗
zuwerfen— es iſt ein fürchterlicher Anblick, die Ge⸗
ſtalten der beiden Eingeſchloſſenen in dem grellen
Lichte ſich hinter dem Fenſter bewegen zu ſeben. Walde⸗
mar drängt ſich herbei— Reichert erkennt ihn, und
ſchrickt zuſammen.„Zurück Unglücklicher,“ ſchreit er,
„Du haſt das Feuer angelegt!“ Ohne ein Wort zu ſagen ſchleppt Waldemar eine 1 3 Leiter herbei. Das Giebelgerüſt über dem Brautgemache iſt ſchon beinahe ganz ausgebrannt, die Flammen lecken ſchon an dem Marke des kaum mehr zuſammenhalten⸗ den Gebälks— im nächſten Augenblicke kann es zu⸗ ſammenkrachen und in den Trümmern des Brautge⸗ maches die zwei Neuvermählten begraben. Sprachlos vor Staunen ſteht Reichert, aber Schlöſſer erkennt die ganze Größe der Gefahr.„Waldemar“, ruft er,


